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Haustiere und der Garten Teil 1: Katzen

Heute geht es nicht um die vielen Tiere, die meinen Garten wild bevölkern und um die ich mich mit vielen Maßnahmen bemühe. Obwohl das eigentlich auch genug Stoff für einen eigenen Post wäre. Heute geht es um meine Haustiere - konkret ein Hund und zwei Katzen - die mit uns leben und natürlich auch den Garten nützen. Manchmal haben sie nur leider ein wenig andere Vorstellungen von der Gartengestaltung als ich. Vor allem unser Hund, seufz.

Aber zunächst zu den Katzen. Sie sind im Prinzip wesentlich pflegeleichtere Gartenbewohner als der Hund, vor allem deshalb, weil sie schon aufgrund ihrer Größe nicht ganz so schnell ganz so viel Schaden anrichten können.


Unsere Katzen sind Freigänger, die - wenn ich sie einfangen kann und sie Lust dazu haben - in der Nacht im Haus schlafen. Meistens jedenfalls. Untertags sind sie unterwegs, in unserem Garten und in den Nachbargärten, was rechtlich absolut in Ordnung ist. Hier ist das Nachbarschaftsrecht eindeutig, in Gegenden, wo es üblich ist, dass Katzen frei laufen dürfen, also in unserer Gartensiedlung, muss man auch die Nachbarskatzen im eigenen Garten dulden, selbst wenn sie diesen manchmal verschmutzen. Natürlich, ein frisch umgegrabenes Beet ist ein wunderbares Katzenklo, das wissen wir alle. Man darf die Katzen zwar beispielsweise mit einem Wasserstrahl verjagen, nicht aber Dinge nach ihnen werfen oder sie verletzen. Katzenbesuch muss also geduldet werden, in unserer Siedlung ist das aber gottseidank überhaupt kein Problem.

Anmerkung: wer Katzen im Garten hat, muss sich meist um Wühlmäuse und Maulwürfe keine Gedanken machen. Sie riechen den Katzenkot und ziehen ein paar Gärten weiter.

Die vielen Katzen unserer Nachbarn haben bei meinen Kindern auch diverse Spitznamen bekommen, der Nachbarkater heißt bei ihnen Toastbrot, weil er, wie meine Kinder meinen, ebenso intelligent wie Toastbrot ist (aber ein wunderbar lieber und sehr anschmiegsamer Tigerkater! Ich muss ihn verteidigen!). Die Katze der Nachbarn auf der anderen Seite - eine riesige wunderschöne Norwegische Waldkatze - heißt Königin, weil sie die gesamte Nachbarschaft dominiert. Der Kater ein wenig weiter weg - ganz weiß mit Ringelschwanz - heißt Handschuhdieb, weil er die Angewohnheit hat, alle Gartenhandschuhe zu klauen. Wir leben in einer Katzenwelt.

Wichtig für alle (vor allem für neue!) Katzenbesitzer ist sich klarzumachen, dass sich Katzen nicht einsperren lassen. Sie finden immer irgendwo einen Weg aus dem Garten, aber bei Gefahr dann möglicherweise nicht mehr schnell genug zurück. Daher ist es das oberste Gebot, den Garten vor allem an den Grenzen durchlässig zu gestalten. Somit haben die Katzen ausreichend Fluchtwege und finden schnell wieder in die sicheren Bereiche zurück. Wir haben in unserem Zaun bewusst mehrere Durchschlupfmöglichkeiten geschaffen, die zu klein für den Hund aber groß genug für Katzen sind. Bisher - Klopf auf Holz - haben unsere Katzen bei Gefahr immer noch schnell in den Garten flüchten können.


Es gibt unzählige Firmen, die mit der Angst der Katzenbesitzer gutes Geschäft machen. Katzendichte unglaublich hohe Zäune, Elektrozäune, Elektrohalsbänder, weiß der Teufel was noch alles. Tatsache ist, es funktioniert nicht und füllt nur die Taschen der findigen Hersteller. Katzen lassen sich nicht in einen Garten sperren, es sei denn, man baut ein richtiges Gehege, das auch oben vergittert ist, wie es viele Züchter machen. Man muss sich einfach generell überlegen, ob die Katze eine Freigängerin sein soll oder nicht, je nach Gegend, nach Katze, nach Lebensstil. 

Ein weiterer Punkt sind Verstecke und witterungsgeschützte Orte. Wir haben keine Katzenklappe, weil es technisch bei uns kaum möglich und energietechnisch schlicht und einfach ein Wahnsinn wäre. Trotzdem kann ich die Katzen vor allem bei kaltem Wetter nicht ständig im Haus lassen oder einfangen, wenn ich weggehen muss. Also gibt es mehrere Orte, an denen sie sich verkriechen können und vor Nässe und Kälte geschützt sind.

Ein Ort ist in der Gartenhütte, als Eingang sägten wir einfach ein entsprechend großes Loch in die Türe. In der Hütte steht eine gedämmte Box, die auch im Winter dafür sorgt, dass die Katzen im Notfall nicht erfrieren.
Hier muss ich nur regelmäßig Nachschau halten, ob sich nicht ein anderes Tier auch gerne einnisten würde.


Der zweite Ort ist die kleine Hütte, eigentlich als Hundehütte gekauft, aber der Hund mag sie nicht. Die Katzen hingegen lieben sie und schlafen oft untertags drinnen, mit Blick auf Terrasse und Haus, aber geschützt vor allzu aufdringlichen Blicken. Die Hütte steht ein wenig abseits halb unter einer Hecke, offen zu windabgewandten Ostseite (wir haben fast immer Westwind) und im Sommer gut schattiert. Innen ist sie gut ausgelegt und somit warm und gemütlich, so wie es Katzen mögen.


Am Teich wollte ich mit einem wunderbaren Liegestuhl eigentlich eine ruhige Oase zum Lesen schaffen, aber dieser Ort wurde fast sofort von den Pelztieren okkupiert. Geschützt, im Winter sonnig, im Sommer schattig, Blick über den Teich, etwas erhöht - alles was Katzenherzen höher schlagen lässt. Also der Katzensessel schlechthin.

Manchmal residiert der Kater allerdings auch im Schnittlauchtopf.

Was Katzen und andere wilde Gartenbewohner betrifft, so muss man sich immer darüber im Klaren sein, dass Katzen Jäger sind und alles jagen, was sie erwischen können. Mäuse, Libellen, Frösche, Kröten, Vögel, Blindschleichen und vieles mehr. Meist bringen sie ihre Beute dann stolz ins Haus und rupfen den Jungvogel genussvoll am Küchenboden oder unter dem Bett. Beides schon erlebt.
Wer damit nicht umgehen und im Notfall eine halbtote Maus nicht schnell selbst ins Jenseits befördern kann, sollte sich keine Katzen halten oder diese zumindest nicht ins Freie lassen. Allerdings sind Katzen vonTemperament und Geschicklichkeit her oft sehr unterschiedlich. Katze Lilith beispielsweise ist zwar ständig auf der Pirsch, hat bisher aber noch nichts Nennenswertes erlegt. Kater Leander hingegen bringt regelmäßig Beute ins Haus, teilt aber "brüderlich" mit seiner Katzenschwester. Will heißen er frisst, knurrt dabei, sie sitzt daneben, wenn er fertig ist, darf sie die Reste haben. Männer! Beide Katzen sind im Übrigen kastriert.


Wer also Vogelhäuschen oder Vogelnester in seinem Garten hat, sollte diese schützen, generell, denn kaum ein Garten ist vor Nachbarskatzen ganz sicher. Hoch aufhängen, keine Kletterhilfen und rundherum möglichst ein Gebüsch, in dem sich Jungvögel verstecken können, ohne dass ihnen die Katze zu nahe kommt. Hier habe ich ein paar weitere Tipps gefunden, aber aufpassen, Gegenstände nach Katzen werfen ist verboten, ebenso generell der Einsatz von Stacheldraht. Hier drohen sogar empfindliche Strafen.

Wie überall geht es auch in unseren Gärten darum, ein friedliches und artgerechtes Miteinander für alle zu ermöglichen.

Meine Punkte für den katzenfreundlichen Garten
  • Grenzen durchlässig gestalten und Fluchtwege offen halten
  • Witterungschutz und Rückzugsmöglichkeiten anbieten
  • Andere Gartenbewohner soweit wie möglich schützen

Wichtig ist mir auch, dass die tiergerechten Maßnahmen einfach, praktikabel und überschaubar bleiben. Immer saubere Pölster im Katzenhaus - vergiss es! Einmal pro Monat waschen, damit keine Flöhe hineinkommen, fertig. Teure Lösungen für Türchen im Zaun (alles schon gesehen!) - so ein Unfug. Ein Loch, das groß genug ist und an dem sich die Katze nicht verletzen kann - fertig. Auch sonst sollen alle Maßnahmen rund um die Tiere einfach und praktisch sein, superkreative oder teurere Lösungen hebe ich mir für andere Dinge auf.
Im nächsten Post geht es dann um Garten und Hund.

Dieser Post ist Teil der Serie "Mein Frühlingsgarten", in der sieben Blogs und Bloggerinnen ihre Gärten vorstellen und Projekte und Ideen mit euch teilen. Schaut auch in den anderen Blogs vorbei, es sind wunderbare Ideen, Bilder, Impressionen und Projekte dabei.


http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2017/03/mein-fruhlingsgarten-sieben-blogs-offen.html


Petra von Mami Made It
Ines von Eclectic Hamilton
Kathrin von Topfgartenwelt 
Susan von Mein Gartenglück
Katharina von Kleingartentraum
Anja von Gartenbuddelei
Marie von Von Tag zu Tag - Mariesblog

Auch eine Frühlingsgartenlinkparty gibt es hier. Komm und verlink deine frühlingshaften Gartenbilder oder Projekte. Auf Instagramm kannst du unter #meinfrühlingsgarten2017 ebenso Fotos und Impressionen verlinken.

Mit liebem Gruß
Marie


Auf den Hund und die Katz gekommen oder Louise, Lilith und Leander

Update: hier gibt es Fotos von unseren drei neuen Hausbewohnern.

Ich liebe Tiere und hatte zeitlebens immer Haustiere - immer zuwenige, meiner Meinung nach, am liebsten wäre mir ein ganzer Zoo gewesen. Meine Eltern waren aus vernünftigen Gründen dagegen. In einer Stadtwohnung, auch wenn sie groß ist, sind viele Tiere einfach kaum artgerecht zu halten.




In den letzten Jahren durften zwei Katzen und ein großes Aquarium unser Leben bereichern. Lisa, unsere kapriziöse rot-schwarze Katzendame wurde bei guter Gesundheit 17 Jahre alt und schlief eines Abends friedlich hinter dem Sofa für immer ein. Luzifer, ihr großer schwarzer Gefährte - der größte Kater, den ich jemals hatte, er wog satte 8 kg, ohne fett zu sein - folgte seiner Freundin einige Zeit später mit stolzen 15 Jahren in den Katzenhimmel.

Nun war die "Bahn" quasi "frei" und wir überlegten, wer bei uns einziehen wird. Nach langen Diskussionen und Überlegungen kamen in der letzten Woche drei neue Tiere zu uns. Das ist auch der Grund, warum es hier im Blog im Moment recht ruhig ist.

Louise kam als erstes, eine quirlige, acht Wochen alte Hundedame. Schwarz-weiß, fidel, energiegeladen und kompromisslos stellt sie unser Leben total auf den Kopf. Wecker in der Nacht alle drei Stunden, brauche ich mehr sagen...

Kurz darauf kamen die beiden Katzengeschwister Lilith und Leander, beide 14 Wochen alt. Lilith ist eine zarte, getigerte Katzendame mit ungeheurem Appetit. Ihr Brüderchen Leander ist ein großer, schlanker zimtfarbener Tigerkater mit viel Energie.

Gemeinsam stellen unsere drei L's das Leben gehörig auf den Kopf und fressen, was das Zeug hält. Nun gilt es, die drei aneinander zu gewöhnen, sauber zu bekommen, ihnen den Garten zu zeigen, an ein halbwegs geregeltes Leben zu gewöhnen und vieles mehr.

Ach ja, und ein Vermögen muss ich derzeit beim Tierarzt lassen, chippen, impfen, entwurmen, entflohen - die gesamte Palette. Gottseidank ist unsere Tierärztin gleich bei uns um die Ecke zu Hause, so erspare ich mir zumindest lange Wege.

Fotos? Ja, Fotos sind so eine Sache. Louise ist so schnell, dass ich noch kein brauchbares Foto schießen konnte. Sie läuft immer aus dem Bild. Die Katzen sind erst seit zwei Tagen bei uns und auch hier gibt es noch keines. Aber ich verspreche es, die Fotos kommen.

Meine Kinder sind begeistert, wenngleich auch ein wenig überfordert. So viele Tiere, die geschmust und gestreichelt werden wollen... gottseidank sind noch Ferien!

Mit tierischen Grüßen
Marie