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Montag, 15. Mai 2017

Haustiere und der Garten Teil 1: Katzen

Heute geht es nicht um die vielen Tiere, die meinen Garten wild bevölkern und um die ich mich mit vielen Maßnahmen bemühe. Obwohl das eigentlich auch genug Stoff für einen eigenen Post wäre. Heute geht es um meine Haustiere - konkret ein Hund und zwei Katzen - die mit uns leben und natürlich auch den Garten nützen. Manchmal haben sie nur leider ein wenig andere Vorstellungen von der Gartengestaltung als ich. Vor allem unser Hund, seufz.

Aber zunächst zu den Katzen. Sie sind im Prinzip wesentlich pflegeleichtere Gartenbewohner als der Hund, vor allem deshalb, weil sie schon aufgrund ihrer Größe nicht ganz so schnell ganz so viel Schaden anrichten können.


Unsere Katzen sind Freigänger, die - wenn ich sie einfangen kann und sie Lust dazu haben - in der Nacht im Haus schlafen. Meistens jedenfalls. Untertags sind sie unterwegs, in unserem Garten und in den Nachbargärten, was rechtlich absolut in Ordnung ist. Hier ist das Nachbarschaftsrecht eindeutig, in Gegenden, wo es üblich ist, dass Katzen frei laufen dürfen, also in unserer Gartensiedlung, muss man auch die Nachbarskatzen im eigenen Garten dulden, selbst wenn sie diesen manchmal verschmutzen. Natürlich, ein frisch umgegrabenes Beet ist ein wunderbares Katzenklo, das wissen wir alle. Man darf die Katzen zwar beispielsweise mit einem Wasserstrahl verjagen, nicht aber Dinge nach ihnen werfen oder sie verletzen. Katzenbesuch muss also geduldet werden, in unserer Siedlung ist das aber gottseidank überhaupt kein Problem.

Anmerkung: wer Katzen im Garten hat, muss sich meist um Wühlmäuse und Maulwürfe keine Gedanken machen. Sie riechen den Katzenkot und ziehen ein paar Gärten weiter.

Die vielen Katzen unserer Nachbarn haben bei meinen Kindern auch diverse Spitznamen bekommen, der Nachbarkater heißt bei ihnen Toastbrot, weil er, wie meine Kinder meinen, ebenso intelligent wie Toastbrot ist (aber ein wunderbar lieber und sehr anschmiegsamer Tigerkater! Ich muss ihn verteidigen!). Die Katze der Nachbarn auf der anderen Seite - eine riesige wunderschöne Norwegische Waldkatze - heißt Königin, weil sie die gesamte Nachbarschaft dominiert. Der Kater ein wenig weiter weg - ganz weiß mit Ringelschwanz - heißt Handschuhdieb, weil er die Angewohnheit hat, alle Gartenhandschuhe zu klauen. Wir leben in einer Katzenwelt.

Wichtig für alle (vor allem für neue!) Katzenbesitzer ist sich klarzumachen, dass sich Katzen nicht einsperren lassen. Sie finden immer irgendwo einen Weg aus dem Garten, aber bei Gefahr dann möglicherweise nicht mehr schnell genug zurück. Daher ist es das oberste Gebot, den Garten vor allem an den Grenzen durchlässig zu gestalten. Somit haben die Katzen ausreichend Fluchtwege und finden schnell wieder in die sicheren Bereiche zurück. Wir haben in unserem Zaun bewusst mehrere Durchschlupfmöglichkeiten geschaffen, die zu klein für den Hund aber groß genug für Katzen sind. Bisher - Klopf auf Holz - haben unsere Katzen bei Gefahr immer noch schnell in den Garten flüchten können.


Es gibt unzählige Firmen, die mit der Angst der Katzenbesitzer gutes Geschäft machen. Katzendichte unglaublich hohe Zäune, Elektrozäune, Elektrohalsbänder, weiß der Teufel was noch alles. Tatsache ist, es funktioniert nicht und füllt nur die Taschen der findigen Hersteller. Katzen lassen sich nicht in einen Garten sperren, es sei denn, man baut ein richtiges Gehege, das auch oben vergittert ist, wie es viele Züchter machen. Man muss sich einfach generell überlegen, ob die Katze eine Freigängerin sein soll oder nicht, je nach Gegend, nach Katze, nach Lebensstil. 

Ein weiterer Punkt sind Verstecke und witterungsgeschützte Orte. Wir haben keine Katzenklappe, weil es technisch bei uns kaum möglich und energietechnisch schlicht und einfach ein Wahnsinn wäre. Trotzdem kann ich die Katzen vor allem bei kaltem Wetter nicht ständig im Haus lassen oder einfangen, wenn ich weggehen muss. Also gibt es mehrere Orte, an denen sie sich verkriechen können und vor Nässe und Kälte geschützt sind.

Ein Ort ist in der Gartenhütte, als Eingang sägten wir einfach ein entsprechend großes Loch in die Türe. In der Hütte steht eine gedämmte Box, die auch im Winter dafür sorgt, dass die Katzen im Notfall nicht erfrieren.
Hier muss ich nur regelmäßig Nachschau halten, ob sich nicht ein anderes Tier auch gerne einnisten würde.


Der zweite Ort ist die kleine Hütte, eigentlich als Hundehütte gekauft, aber der Hund mag sie nicht. Die Katzen hingegen lieben sie und schlafen oft untertags drinnen, mit Blick auf Terrasse und Haus, aber geschützt vor allzu aufdringlichen Blicken. Die Hütte steht ein wenig abseits halb unter einer Hecke, offen zu windabgewandten Ostseite (wir haben fast immer Westwind) und im Sommer gut schattiert. Innen ist sie gut ausgelegt und somit warm und gemütlich, so wie es Katzen mögen.


Am Teich wollte ich mit einem wunderbaren Liegestuhl eigentlich eine ruhige Oase zum Lesen schaffen, aber dieser Ort wurde fast sofort von den Pelztieren okkupiert. Geschützt, im Winter sonnig, im Sommer schattig, Blick über den Teich, etwas erhöht - alles was Katzenherzen höher schlagen lässt. Also der Katzensessel schlechthin.

Manchmal residiert der Kater allerdings auch im Schnittlauchtopf.

Was Katzen und andere wilde Gartenbewohner betrifft, so muss man sich immer darüber im Klaren sein, dass Katzen Jäger sind und alles jagen, was sie erwischen können. Mäuse, Libellen, Frösche, Kröten, Vögel, Blindschleichen und vieles mehr. Meist bringen sie ihre Beute dann stolz ins Haus und rupfen den Jungvogel genussvoll am Küchenboden oder unter dem Bett. Beides schon erlebt.
Wer damit nicht umgehen und im Notfall eine halbtote Maus nicht schnell selbst ins Jenseits befördern kann, sollte sich keine Katzen halten oder diese zumindest nicht ins Freie lassen. Allerdings sind Katzen vonTemperament und Geschicklichkeit her oft sehr unterschiedlich. Katze Lilith beispielsweise ist zwar ständig auf der Pirsch, hat bisher aber noch nichts Nennenswertes erlegt. Kater Leander hingegen bringt regelmäßig Beute ins Haus, teilt aber "brüderlich" mit seiner Katzenschwester. Will heißen er frisst, knurrt dabei, sie sitzt daneben, wenn er fertig ist, darf sie die Reste haben. Männer! Beide Katzen sind im Übrigen kastriert.


Wer also Vogelhäuschen oder Vogelnester in seinem Garten hat, sollte diese schützen, generell, denn kaum ein Garten ist vor Nachbarskatzen ganz sicher. Hoch aufhängen, keine Kletterhilfen und rundherum möglichst ein Gebüsch, in dem sich Jungvögel verstecken können, ohne dass ihnen die Katze zu nahe kommt. Hier habe ich ein paar weitere Tipps gefunden, aber aufpassen, Gegenstände nach Katzen werfen ist verboten, ebenso generell der Einsatz von Stacheldraht. Hier drohen sogar empfindliche Strafen.

Wie überall geht es auch in unseren Gärten darum, ein friedliches und artgerechtes Miteinander für alle zu ermöglichen.

Meine Punkte für den katzenfreundlichen Garten
  • Grenzen durchlässig gestalten und Fluchtwege offen halten
  • Witterungschutz und Rückzugsmöglichkeiten anbieten
  • Andere Gartenbewohner soweit wie möglich schützen

Wichtig ist mir auch, dass die tiergerechten Maßnahmen einfach, praktikabel und überschaubar bleiben. Immer saubere Pölster im Katzenhaus - vergiss es! Einmal pro Monat waschen, damit keine Flöhe hineinkommen, fertig. Teure Lösungen für Türchen im Zaun (alles schon gesehen!) - so ein Unfug. Ein Loch, das groß genug ist und an dem sich die Katze nicht verletzen kann - fertig. Auch sonst sollen alle Maßnahmen rund um die Tiere einfach und praktisch sein, superkreative oder teurere Lösungen hebe ich mir für andere Dinge auf.
Im nächsten Post geht es dann um Garten und Hund.

Dieser Post ist Teil der Serie "Mein Frühlingsgarten", in der sieben Blogs und Bloggerinnen ihre Gärten vorstellen und Projekte und Ideen mit euch teilen. Schaut auch in den anderen Blogs vorbei, es sind wunderbare Ideen, Bilder, Impressionen und Projekte dabei.


http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2017/03/mein-fruhlingsgarten-sieben-blogs-offen.html


Petra von Mami Made It
Ines von Eclectic Hamilton
Kathrin von Topfgartenwelt 
Susan von Mein Gartenglück
Katharina von Kleingartentraum
Anja von Gartenbuddelei
Marie von Von Tag zu Tag - Mariesblog

Auch eine Frühlingsgartenlinkparty gibt es hier. Komm und verlink deine frühlingshaften Gartenbilder oder Projekte. Auf Instagramm kannst du unter #meinfrühlingsgarten2017 ebenso Fotos und Impressionen verlinken.

Mit liebem Gruß
Marie


Mittwoch, 27. Januar 2016

Katzen - Kistchen. Schlafplatz für Lilith und Leander

Unsere Tiere leben luxuriös. Tägliches Menü vom Feinsten, eigene Bettchen, ein privater Abenteuerspielplatz (Hurra, der Hund wühlt im Teichschlamm), regelmäßiges Animationsprogramm (Hund jagt Katze, Katze ärgert Hund und so weiter...), das reinste Paradies.




Da wir in der Nacht derzeit Hund und Katzen noch trennen müssen - sonst würde in diesem Haus niemand Schlaf finden, irgendein Tier ist immer lustig und ausgeschlafen - wollte ich schöne und praktische Schlafplätze für die Katzen gestalten.




Die Kistchen bestehen aus einfachen aber stabilen Holzkisten aus dem Bauhaus. Lackiert wurden sie mit schadstoffarmem Lack, eines hellgrau, eines dunkelgrau. Die goldenen Griffe sind reine Spielerei, aber mir gefällt es. Die Kistchen waren zwar auch unlackiert sehr schön und gut verarbeitet, aber ich wollte etwas, das man gut reinigen und vor allem feucht abwischen kann. Grauer Lack war vorhanden, los ging es.






Mit einer 3 cm dicken Schaumstoffeinlage und passendem Stoff sind die Schlafkistchen ein absoluter Renner, bei den Katzen und bei mir. Sie sehen nett aus, sind leicht zu reinigen und können auch schnell den Platz wechseln. Das komplette Innenleben, Bezug und Schaumstoff, kann ich in die Waschmaschine stecken.




Der Stoff war ein Reststück aus einer Wühlkiste bei Betten Reiter um weniger als 3 Euro, das ich vor kurzem fand, als ich Vorhangstoffe suchte. Es war genau groß genug für zwei Überzüge.




Der Acryllack ist von Hornbach, seidenmatt, Farbtöne lichtgrau und anthrazitgrau. Er ist schadstoffarm und leicht zu verarbeiten, zwei Anstriche genügten völlig. Mir gefällt vor allem, dass die Holzstruktur sichtbar bleibt und die Kistchen nicht plastikmäßig aussehen.








Die Griffe lackierte ich mit Acrylfarbe in Gold, Winsor und Newton, wie immer.




Obwohl ich zwei Kistchen machte schlafen die beiden Tiger meist nur in einem. Anfangs war das recht leicht möglich, sie waren ja noch so klein. Mittlerweile ist schon weniger Platz, die beiden wiegen schon mehr als drei Kilo, aber sie quetschen sich immer noch gemeinsam in ihr Schlafkistchen. Katzengeschwister eben.

Vor ein paar Tagen wurde Katze Lilith kastriert, so früh wie möglich und gesetzlich zulässig, sie ist eine Freigängerin, hat einen derzeit noch unkastrierten Bruder und ich will auf gar keinen Fall Katzenbabys haben! In der ersten Nacht nach der Operation schlief sie bei meinem kleinen Sohn - unserem Tierfan - im Zimmer, gut geschützt und gewärmt im großen Hunde - Reisekäfig. Der Kater war völlig verzweifel, weil er alleine bleiben musste und versuchte doch tatsächlich, mich in dieses Schlafkistchen zu ziehen. Er ließ meine Hand einfach nicht mehr los. Aber er hat die Nacht alleine gut überstanden, ebenso wie sein Schwesterchen, das schon wieder fidel und lustig durch Haus und Garten tobt.




Projektkosten:
Kistchen Bauhaus, 25 x 35 cm je 7 Euro
Lack (hatten wir zu Hause) je Gebinde 12 Euro
Acrylfarbe (hatten wir zu Hause) 5 Euro
Stoff (Rest) 3 Euro
Schaumstoff je Stück 1,50 Euro

Da wir den Lack und die Acrylfarbe zu Hause hatten, war das Projekt sehr billig, 20 Euro für zwei stylische Katzenschlafkisten. Die Farbe extra zu kaufen, lohnt sich nicht, dann wird es teuer, bei diesem Projekt sollte man verwenden, was man hat. Wenn man einen alten Polster recyclen kann und noch einen Stoffrest hat, wird es sogar noch billiger. Auch lassen sich vorhandene Holzkisten verwenden, in diesem Fall gehen die Kosten dann gegen Null.

Meine Linkparty "Von Tag zu Tag" #8 ist noch offen, komm, mach mit, zeig uns deine Projekte. Ich freue mich!


Linkparty


Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.