Organisation by Chaos: die kleinen bunten Steinchen aka Lego


Legos - meine persönlichen kleinen Sargnägel.


Ordnung ist für mich ein Thema, mit dem ich eine gewisse Hassliebe verbinde. Einerseits habe ich gerne eine aufgeräumte, organisierte, saubere und geordnete Umgebung. Andererseits bin ich NICHT die geborene Ordnungsfee. Meine Eltern bezeichneten mich als Kind immer als "anfallsartig ordentlich". Das bedeutete dass ich dem Chaos durchaus eine Weile zusehen konnte, dann packte es mich plötzlich und ich wirbelte wie ein Sturm durch meine Sachen, warf viel weg und organisierte alles neu. Danach kam wieder der Alltag...

Im Erwachsenenleben und durch meinen Beruf habe ich die Vorteile des organisierten und strukturierten Denkens sehr bald kennengelernt. Gute Planung, entsprechende Vorbereitung, ordentliche Hilfsmittel, genaue Dokumentation - Dinge, die wesentlich zum Gelingen eines Projektes beitragen.

Im Zusammenleben mit meinen Kindern musste ich aber schnell erkennen, dass viele Methoden einfach nicht funktionieren. Kinder sind anders. Punkt! Vieles kann man mit guter Planung und Organisation vereinfachen und verbessern, manches widersetzt sich aber allen diesen Versuchen.

So ein Fall sind bei uns die kleinen bunten Steinchen, auch Lego genannt, ich bezeichne sie lieber als meine persönlichen Sargnägel.

Lego - Chaos in der Zimmerecke.

Keine Frage, Lego ist ein sensationelles Spielzeug und meine Kinder sind davon begeistert. Aus dem einfachen Legospielen der früheren Kindheit hat sich eine passionierte Lego-Konstruktionsmeisterschaft innerhalb des Freundeskreises entwickelt. Meine Kinder und ihre Freunde beschaffen sich beispielsweise Fotos von Flugzeugen, Autos oder Schiffen (echten versteht sich) und bauen diese so detailgetreu wie möglich aus Lego nach. Die Bauanleitungen und Fotos teilen sie dann mit ihren Freunden auf diversen Plattformen. (Ziehe ich da vielleicht zukünftige Maschinenbauer oder Flugzeugkonstrukteure groß???)

Obwohl ich diesem Hobby eigentlich sehr positiv gegenüberstehe, nerven mich die Auswüchse. Legos überall!

In meinem Bekanntenkreis gibt es drei Typen von Lego-Spielern:
  • Typ 1 baut die Bausätze einmal zusammen, dann stehen sie im Regal, er spielt hin und wieder damit, und Mama darf abstauben. Seltener Typ!
  • Typ 2 baut die Bausätze zusammen, spielt eine Weile damit, dann zerlegt er wieder alles und verstaut die Einzelteile in den dazugehörigen Schachteln. Sehr seltener Typ!
  • Typ 3 baut die Bausätze zusammen, dann stehen sie eine Weile herum, werden wieder zerlegt und die Einzelteile wandern in das Lego-Chaos und werden zu neuen Modellen zusammengefügt. Häufigster Typ! Und bei mir zu Hause.
Ich habe bereits alles versucht. Sortierboxen, Anleitungsmappen, Kisten mit Anleitungen, Steine nach Farben sortieren (Reste davon sind auf dem Foto noch zu sehen), Steine nach Typ sortieren ("normale" Steine und Sondersteine), Steine in den Originalschachteln aufheben, Schubladensysteme für die Steine - wirklich alles. Und nichts war erfolgreich! Mein Mann und ich haben Abende lang Lego sortiert - zwecklos. Lego ist und bleibt ein Chaos. Die Steine liegen überall herum, Sortierboxen bleiben maximal eine Woche in Verwendung, Anleitungen sind eigentlich sinnlos und das Zimmer immer unaufgeräumt.

Nun, manche Dinge widersetzen sich dem Aufräumen und Organisieren, also muss man sie einfach im Chaos belassen und dieses Chaos räumlich begrenzen. Ich habe einige solche Beispiele im Freundeskreis gesammelt und werde in den nächsten Wochen ein paar davon vorstellen. Organisation bei Chaos eben.


Box auf - Legosteine hinein - Box zu.

Meine Lösung für Legos ist nun folgende: ein paar Kisten (oder eine große Kiste) - und darin werden alle Steine aufbewahrt. Dann heißt es nur mehr: Box auf - Lego rein - Deckel drauf. Wenn meine Kinder bauen, suchen sie sich die Steine sowieso zusammen. Alle Anleitungen habe ich weggeworfen. Sollten meine Kinder tatsächlich die Anleitung zu einem bestimmen Bausatz suchen, kann man diese leicht im Internet finden. Aber das ist bisher noch nicht vorgekommen.


Ein Stapel mit Kisten im Regal - fertig. Steine kommen dort hinein, wo noch Platz ist.

Wegräumen muss man die Steine zwar immer noch, denn beim Bauen kommt es durchaus vor, dass der gesamte freie Zimmerboden mit Legos bedeckt wird. Aber es geht schneller und ist einfacher - daher machen es auch die Kinder. Seltsamerweise stört es sie viel weniger, wenn sie lange nach einem bestimmten Teil suchen müssen, als die Dinge sortiert wegzuräumen, um sie im Bedarfsfall gleich bei der Hand zu haben.

Beim Kleiderkasten, den Schulsachen und vielen anderen Dingen bestehe ich auf Ordnung und System. Eine T-Shirtlade kann man nicht by Chaos organisieren, es sei denn, man möchte täglich so aussehen, als ob manschon tagelang in der Kleidung geschlafen hätte. Ich möchte das definitiv nicht, obwohl meine Kinder das zumindest phasenweise cool fänden!

Bei manchen Dingen vereinfacht es das tägliche Leben aber, wenn man das Chaos akzeptiert und nur den Raum dafür beschränkt. Oft ist es ja auch zeitlich begrenzt, denn in ein paar Jahren wird Lego bei uns vermutlich kein Thema mehr sein...

Projektdetails:
Die Aufbewahrungskisten sind von Ikea (Samla) und kosten 1,99 € bzw. 2,99 € pro Stück.

Auf ein fröhliches Chaos!

Mit liebem Gruß
Marie

Natürlich nehme ich wieder an Linkpartys teil. Komm mit, schau dir an, was andere Blogger gestalten und hol dir neue Ideen für deine Projekte.

Machen wir Einbrechern doch einfach das Leben schwer!

Schön langsam werden die Tage kürzer und die gefürchteten Dämmerungseinbrüche nehmen wieder zu. Leider ist gerade in unserer Region (Wien und Umgebung) durch die Nähe zur Grenze die Statistik verheerend. Plus 40% Einbrüche in unserem Bezirk im letzten Jahr. Ehrlich gesagt: ich muss lange nachdenken, um im Bekanntenkreis jemanden zu finden, bei dem in den letzten Jahren noch nicht eingebrochen wurde.

Auch wir hatten schon unliebsame Besucher. Als wir unser Haus ganz neu übernommen und gerade komplett ausgeräumt hatten, kurz bevor die Bauarbeiten begannen, wurde eingebrochen. Man konnte durch alle Fenster genau sehen, dass das Haus leer war. Fazit waren trotzdem zwei kaputte Fenster, ein ruinierter Heizkörper, ein gestohlener Akkuschrauber und ein entwendeter Gameboy, den ein Kind versehentlich vergessen hatte. Ärgerlich.

Von den diversen Kriminaldiensten und Bürgerinitiativen gibt es zahlreiche gute und leicht anzuwendende Tipps, um Einbrüche zu verhindern. Es lohnt sich, diese Seiten genau anzuschauen.

Ich habe auch noch ein paar Tipps, die darauf abzielen, den Einbrechern das Leben so richtig schwer zu machen. Zusätzlich sehen einige davon auch noch nett aus.

Es ist doch so: ein Einbruch muss
  • schnell
  • lautlos
  • unsichtbar
erfolgen, damit das Risiko für die Täter minimal bleibt. Die meisten Einbrecher sind, gottseidank, nicht allzu gewaltbereit und brechen nur dort ein, wo kein Widerstand zu erwarten ist. Mein Haus (und viele andere Häuser) enthält nichts, was ein Einbrecher unbedingt haben möchte. Wenn es anderswo leichter geht, wird er sich hoffentlich ein anderes Haus suchen.

Der Punkt "unsichtbar" ist schwierig. Keiner von uns will in der Auslage leben, also begrenzen wir naturgemäß unsere Gärten, Terrassen und Balkone mit Zäunen und Sichtschutz. Hier sollte man aber eine strenge Kosten - Nutzenrechnung anstellen.

  • Ist es notwendig, den Hintereingang komplett hinter einer Hecke zu verstecken oder bietet der vorbeiführende Weg einen gewissen Schutz ohne meine Privatsphäre zu beeinträchtigen?
  • Muss der Zaun zum Nachbarn wirklich 2 m hoch sein oder genügt es, wenn er nur hüfthoch ist, sodass ein gewisser Überblick gewahrt bleibt? 
  • Muss der Vorgarten mit einer hohen Mauer umgeben werden oder ist ein durchsichtiger Zaun vielleicht vernünftiger - vor allem, wenn es vielleicht nur ein Ziergarten ist?

Der Punkt "lautlos" - hier kann man perfekt ansetzten. Alle Zugänge zum Haus sollten in irgendeiner Weise mit Geräuschen verbunden sein. Ein Glockenspiel an den Türen, Kies am Zugangsweg oder im Abstand zwischen den Häusern (toll! keiner kann auf Kies geräuschlos gehen), Windspiele an den Fenstern, hier gibt es viele Ideen, um Besucher und unliebsame Gäste zu hören. Das ist vor allem sinnvoll, wenn man in einer sehr ruhigen Gegend wohnt und aufmerksame Nachbarn hat.

Weiters muss man den Einbrechern sämtliche Wege erschweren - vor allem zur Flucht. Man darf weder "schnell" hinein - noch schnell hinauskommen. Versperrte Gartentüren sind dafür perfekt. Einbrecher können zwar über jeden Zaun klettern, mit Beute wird das aber schon schwieriger. Also Türen möglichst immer verschlossen halten.

Weitere Methoden, um Fenster und Türen attraktiv zu sichern:
  • Blumenkisternl - möglichst aufwendig bepflanzt und gut verankert. Herunterheben oder -werfen kostet Zeit und macht Lärm, darübersteigen ist oft nicht möglich. Mit Rosenkugeln oder ähnlichem macht es noch mehr Sinn.
  • Nippes, Pflanzen und Dekor auf den Fensterbrettern innen. Wenn Fenster von außen aufgebrochen werden, fallen diese Dinge zu Boden und verursachen Lärm.
  • Stachelige Büsche und Pflanzen vor den Fenstern. Perfekt. Eine dichte Hecke von beispielsweise Blutberberitze oder einer stacheligen wunderschönen Rose vor einem Fenster und niemand kommt verletzungsfrei daran vorbei.
  • Im Urlaubsfall: Fenster und Terrassentüren von innen zustellen, beispielsweise mit Möbeln. Auch hier gilt: das Wegräumen macht Lärm und kostet Zeit.

Weitere Methoden, um Anwesenheit vorzutäuschen:

Abgesehen von den vielen elektrischen und elektronischen Hilfsmitteln wie TV Simulator oder Zeitschaltuhren für Licht und Radio, ist es wichtig, dass das Haus nicht allzu aufgeräumt wirkt.

Meine Nachbarn sind so ein Fall für passionierte Einbrecher. Obgleich immer sehr ordentlich und aufgeräumt, ist ihr Garten im Falle einer Abwesenheit noch ordentlicher. Nichts steht herum, alles ist weggeräumt, alle Vorhänge sind akkurat geschlossen, alle Gartenmöbel penibel aufgereiht. Das Haus schreit geradezu: "Hier ist keiner zu Hause!"

Daher kann ein wenig Unordnung durchaus hilfreich sein:
  • Ein paar alte Schuhe vor der Türe
  • Kinderspielzeug im Garten verstreut
  • Ein paar (alte) Wäschestücke auf der Wäscheleine
  • Gartenmöbel, die nicht ganz akkurat auf der Terrasse stehen - so als wäre gerade jemand aufgestanden
  • Eine angefangene Arbeit, also zb Blumentöpfe, eine Schaufel und ein kleiner Sack Erde auf der Terrasse
Hier ist natürlich Vorsicht angebracht. Einem Einbrecher, der das Haus oder die Wohnung beobachtet, wird auffallen, dass diese Dinge viele Tage in gleicher Weise vor der Türe stehen. Aber einen Gelegenheitsdieb kann es durchaus abschrecken. Diese Tipps sind also vor allem auch für kurze Abwesenheiten  und zur Vermeidung der Dämmerungseinbrüche hilfreich.

Jetzt seid ihr gefragt! Ich suche Tipps zum Einbruchschutz. Welche Maßnahmen habt ihr angewendet, welche waren eventuell nicht erfolgreich? Was empfehlt ihr? Ich freue mich auf zahlreiche Kommentare, eventuell werde ich die besten Ideen dann wieder in einem Posting zusammenstellen.

Mit liebem Gruß und gemeinsam gegen Einbrecher!
Marie

Tolle Blogs von lieben Leuten!

Ich habe gerade meine Blogroll aktualisiert. Und jetzt muss ich aufpassen, dass ich nicht den ganzen Tag damit verbringe, in diesen vielen tollen Blogs zu schmökern.

Naja, eine Stunde oder so sind schon erlaubt. Oder zwei.

Hol dir eine Tasse Kaffee oder Tee, mach es dir gemütlich und komm mit mir in die wunderbare Welt der Blogs.

Tipp: Notizbuch bereitlegen, hier findest du sicher viele Ideen für die nächsten Wochen, dein Haus oder deine Projekte.


Gerade das richtige für einen nebeligen Herbsttag.
Liebe Grüße
Marie

Verkaufe dein Haus! Am besten jedes Jahr!

Ein Notizbuch leistet gute Dienste.

Wenn ich darüber nachdenke, was mich am meisten beim letzten Umzug geärgert hat (eigentlich bei allen Umzügen bisher), dann sind es die vielen kleinen Reparaturen, die ich noch erledigen musste, bevor die Wohnung / das Haus an die Hausverwaltung zurückgegeben / verkauft wurde. Kleine und kleinste Reparaturen, die schon längst fällig gewesen wären, die ich aber immer wieder verschoben habe. Zuletzt musste ich sie machen, unter Zeitdruck und für jemanden anderen! Das ist richtig ärgerlich!


Obwohl ich ordentlich, organisiert, sauber und aufgeräumt lebe, gab es viele solcher dummer Kleinigkeiten.

Beispiele:
  • 2 gesprungene Fliesen im Vorzimmer. Die Reservefliesen lagerten im Keller. Der Austausch dauerte keine zwei Stunden. Die Sprünge waren klein aber sichtbar und viele Jahre alt. Ärgerlich!
  • Die Silikonfugen im Bad. Immer wieder ein Thema.
  • Kleine abgeschlagene Stellen an Fensterrahmen und Türen. Ein kleiner Topf Farbe, zwei Stunden Zeit, und alles war wieder tiptop.
  • Der abgenütze Terrassenbelag. Ein Topf Farbe, eine halbe Stunde Zeit, alles wieder in Ordnung.
  • Die ewig lockere Steckdose im Wohnzimmer. Einmal ordentlich angeschraubt, fertig. 5 Minuten.
  • Zwei defekte Wendestäbe bei Jalousien. Die Reservestäbe wurden damals bei der Montage mitgeliefert. Austauschen muss man sie aber selbst. Dauer: 15 Minuten. 
  • Eine fehlende Parkett - Abschlussleiste. Über solche Kleinigkeiten kann man jahrelang hinwegsehen (und hinwegsteigen). 15 Minuten für die Montage und 6 Euro für die Leiste.

So könnte es noch ewig weitergehen.

Alle diese Dinge sind Kleinigkeiten, die immer wieder verschoben oder auf die nächste größere Renovierung verlegt werden, weil sie ja nicht wirklich stören. Falsch!

Hier muss eine Lösung her. Diese lautet: Ich verkaufe mein Haus!

(Natürlich nur gedanklich, nicht wirklich.)

Ich gehe mindestens zweimal im Jahr durch das Haus, als ob ich ein potentieller Käufer oder Hausverwalter wäre und achte penibel auf die vielen kleinen Dinge, die den Preis mindern könnten, reparaturbedürftig sind oder zeigen, wie nachlässig der Besitzer mit dem Haus umgegangen ist. Gnadenlos.

Wir glauben immer, dass die kleinen Schönheitsfehler nicht auffallen. Stimmt nicht. Wir bemerken (und verdrängen) sie täglich. Ein Besucher hingegen registriert sie sofort!

Vor einigen Tagen war ich zu Besuch bei einer eigentlich ziemlich ordentlichen Familie. Die Küche war, trotz einiger Kinder, aufgeräumt und gut organisiert. Die vielen Fettfingertapper auf den Kasterln sind mir trotzdem aufgefallen. Das ist nicht bösartig, ich weiß genau, wie der Haushalt mit Kindern läuft. Aber ich habe es bemerkt, darum geht es. Ein Außenstehender sieht einfach viele Dinge kritischer und registriert die Arbeiten, die wir aufschieben, besonders genau.

Dann mache ich eine genaue Liste. Raumweise. Also eigentlich viele Listen, darauf notiere ich aber auch alle Ideen und Wünsche für diesen Bereich. Diese Listen dienen mir ein Jahr als Basis für meine Reparaturen, Renovierungen und Anschaffungen. Ich liebe es nämlich, Dinge auf Listen durchzustreichen. Was für ein gutes Gefühl, eine Sache komplett erledigt zu haben. Somit werden diese ärgerlichen und wenig aufwendigen Kleinigkeiten auch wirklich regelmäßig erledigt und ich habe ein Gesamtkonzept, was ich alles machen möchte.

Checklisten raumweise im Notizbuch. So ist immer alles zur Hand.

Natürlich ist die Liste immer viel länger als die verfügbare Zeit. Alles zu schaffen ist schier unmöglich, wie meistens. Aber anhand der Liste kann ich Erfolge viel besser kontrollieren und schaffe tatsächlich in einem Jahr wesentlich mehr, als ohne Liste. 

Wer hat auch solche Erfahrungen gemacht?

Mit liebem Gruß
Marie

Glutenfreies Tiramisu

Wie schon hier gepostet, durfte mein Kleiner Geburtstag in der Schule feiern. In seiner Klasse gibt es auch zwei Kinder, die nur glutenfreie Nahrung essen dürfen.

Glutenfreies Tiramisu für alle mit Zöliakie.

Daher hier mein Rezept für ein glutenfreies Tiramisu.

Glutenfreies Mini - Tiramisu. Mit dieser Menge kann man ca. 5 Becher zu 0,125 l füllen.

10 glutenfreie Biskotten. Diese gibt es im Reformhaus, bei etlichen großen Drogeriemärkten und auch schon in vielen größeren Supermärkten. Wenn man keine glutenfreien Biskotten findet, kann man auch glutenfreie Butterkekse, glutenfreien Biskuitkuchen oder ähnliches verwenden.

1 Tasse coffeinfreier Kaffee
250 g Mascarpone
125 g Schlagobers
50 g Staubzucker
etwas Schokoladepulver oder Kakaopulver zur Dekoration

Die Zubereitung erfolgt wie beim gewöhlichen Tiramisu, auch die Dekoration ist gleich. Hier ist alles genau beschrieben.

Tiramisu für alle.


Ich wünsche allen, die glutenfrei leben müssen, einen guten Appetit. Apropos: das glutenfreie Tiramisu schmeckt nicht anders als eines mit Gluten. Nur die Biskotten sind etwas teurer.

Da es sich hier um ein heikles Thema handelt: ich bin kein Arzt und habe auch keinerlei Ausbildung in Diätetik. Wenn also jemand an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leidet, muss er bitte unbedingt einen Fachmann fragen, bevor er dieses Rezept nachkocht. Ich schließe hiermit jegliche Haftung aus.

Mit liebem Gruß
Marie

Ich bemühe mich immer, auch Rezepte für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Veganer zu kreieren. Auch wenn ich persönlich "alles" essen darf und will, gibt es in meiner Umgebung viele Menschen, die das nicht können oder möchten, aber auch gerne bei uns zu Gast sind.

Hier gibt es übrigens mein Rezept für einen veganen Pizzateig. Mit veganem Belag schmeckt das allen gut, auch wenn der Belag in diesem Rezept nicht vegan ist. Ein veganes Tiramisu ist mir noch nicht eingefallen, hat hier jemand einen Tipp?

Mini - Tiramisu für eine ganze Schulklasse

Mini-Tiramisu im Becher für die ganze Klasse.

In der Schule meines Kindes ist es üblich, dass der Geburtstag gefeiert wird. Auch wenn diese Tradition zunehmend ausstirbt, ich finde es nett, dass einmal im Monat die Geburtstagskinder ein wenig Aufmerksamkeit bekommen.

In der Schule meines Kindes ist es auch noch erlaubt, etwas Selbstgemachtes mitzubringen. In Zeiten wie diesen eine Seltenheit. Meist dürfen nur mehr gekaufte und originalverpackte Waren bei Buffetts oder Klassenveranstaltungen zur Verfügung gestellt werden. Ich denke, hier geht das Sicherheitsdenken etwas zu weit, aber, wie gesagt, in der Schule meines Kindes darf noch selbst gebacken und gekocht werden.

Diesmal haben wir uns für Mini - Tiramisu entschieden. Kleine Portionen in kleinen Bechern, die man genüsslich auslöffeln kann.

Der Löffel wird mit einer kleinen Schleife an den Becher gebunden.

Um den Löffel auch gleich bereitzustellen, habe ich ihn an den Becher gebunden. Mit einer bunten Schleife ist das eine nette und praktische Dekoration.

Mein Rezept für Mini - Tiramisu. Mit dieser Menge kann man ca. 10 Becher zu 0,125 l füllen.

30 Biskotten
1 Tasse coffeinfreier Kaffee
500 g Mascarpone
250 g Schlagobers
100 g Staubzucker
etwas Schokoladepulver oder Kakaopulver zur Dekoration

Auf das Ei habe ich bewußt verzichtet. Rohes Ei in Nachspeisen kann manchmal gefährlich sein, auch wenn ich nur frische Bio-Eier verwende. Ich möchte ja nicht, dass eine ganze Klasse eventuell Magenprobleme bekommt.

Für die Mascarponecreme werden Zucker und Mascarpone gut vermischt, das Schlagobers schlage ich extra und mische es dann händisch unter die Creme.

Biskotten in Kaffee tränken, in kleine Stücke brechen und abwechselnd mit der Mascarponecreme in die Becher füllen.

Kurz vor dem Servieren mit Kakaopulver bestreuen.

Im Kühlschrank 24 Stunden gut durchkühlen.

Erst ganz kurz vor dem Servieren dünn mit Kakaopulver bestreuen.

Allergien nehmen leider zu. In der Klasse meines Kindes gibt es bereits zwei Buben mit Zöliakie, sie vertragen also keine glutenhaltigen Speisen. Aus diesem Grund habe ich auch zwei glutenfreie Portionen zubereitet. Hier ist das Rezept dazu.

Guten Appetit

Das Mini - Tiramisu war jedenfalls ein toller Erfolg und eine Abwechslung zu Schokoladekuchen und Muffins. Auch wenn meine Cupcakes schon oft für gute Laune gesorgt haben.

Die Schleifen mit den Löffeln habe ich übrigens vorab um eine Form (ein gleich großes Glas) gebunden und erst ganz zum Schluss auf die Becher geschoben. Das vereinfacht die Sache deutlich. Mit einem kleinen Stück Tixo hinten fixieren, damit nichts verrutschen kann.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Mit liebem Gruß
Marie

Ich nehme natürlich auch wieder an Linkpartys teil. Danke an die Veranstalter und viel Spaß beim Stöbern und Verlinken.

Weitere Ideen für das Leben mit Kindern findest du hier.

http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2013/11/kekse-backen-mit-kindern.html   Adventkalender   Leselust   Cupcakes   http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2014/02/memorykeeping-ein-zuhause-fur-schone.html


Kresse als Beetbegrenzung - Gärtnern im Quadrat

Beetbegrenzung mit Kresse, etwa eine Woche nach Aussaat.

Ich gärtnere im "Quadrat". Seit zwei Jahren habe ich meine Hochbeete entsprechend eingerichtet und bin vom Erfolg begeistert. Auch wenn das heurige Jahr im Gemüsegarten wetterbedingt leider zu vergessen war.

Für die Herbstsaat habe ich eine neue Form der Begrenzung ausprobiert: Kleine Reihen aus Kresse. Diese Begrenzung eignet sich natürich für jede Form des Beetes, nicht nur im Quadratgarten.

Kresse in eine schmale Rille säen und nicht mit Erde bedecken, nur leicht andrücken und gießen.

Kresse wächst schnell und dicht. Nach etwa einer Woche ist sie schon so groß.

Meine Karrées sind ca 35 x 35 cm groß und für die Herbstsaat habe ich Anfang September folgendes gepflanzt.
2 Quadrate mit Radieschen
3 Quadrate mit schnellwachsenden Pflücksalaten
2 Quadrate mit Spinat
2 Quadrate mit Feldsalat

Bepflanzung von 9 Karrées Anfang September.

Wenn das Wetter noch halbwegs mitspielt und mir die Schnecken keinen Strich durch die Rechnung machen, dann kann ich bis in den Dezember hinein frischen Salat ernten. So richtig kalt wird es bei uns erst im Jänner und Feber.

Die Kresse wächst schnell und markiert die Beetgrenzen.

Apropos Schnecken: trotz aller, wirklich aller Maßnahmen (absammeln, Schneckenzäune, Schneckenkorn, Miscanthusmulch, Hochbeete, Bierfallen, etc.) haben diese Biester heuer meine Salaternte im Sommer de facto komplett vernichtet. Ebenso das gesamte Kraut. Die Kresse lassen sie komischerweise in Ruhe - und auch die ersten Radieschen sind noch nicht abgeknabbert. Vielleicht hilft diese Barriere gegen Schnecken.


Nach etwas über einer Woche sind auch schon die ersten Radieschen sichtbar.

Der einzige Salat, den die gefräßigen Schnecken derzeit verschonen, ist meine Winterendivie. Die schmeckt scheinbar nicht und hat schon eine recht ordentliche Größe erreicht.

Wer jetzt noch schnell ein wenig Pflücksalat oder Spinat sät, kann noch bis Dezember ernten. Frisches Grün ist gerade im Herbst ein toller Vitaminlieferant, schmeckt gut und bereichert den Speiseplan. Auch am Balkon, im Topf oder am Fensterbrett (außen) lassen sich ein paar Pflanzen ziehen.

Also auf in den Garten, so lange das Wetter hält.

Mit liebem Gruß
Marie

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Grünes für unbelichtete Räume

Grünes für unbelichtete Räume.


Leider sind in vielen Wohnungen und Häusern die Nassräume nicht natürlich belichtet und belüftet. Durch ihre Lage im Zentrum des Hauses wird zwar wertvoller Platz gespart, trotzdem fände ich es besser, wenn jeder Raum ein Fenster hätte. Bei meinen Entwürfen versuche ich das immer durchzusetzen, aber auch hier stoße ich natürlich oft auf Grenzen.

Trotzdem sollen auch Nassräume ein schönes Ambiente bieten und Wohlfühlcharakter haben. Neben einer durchdachten Beleuchtung spielen hier Grünpflanzen eine wesentliche Rolle. Aber: welche Grünpflanze überlebt denn bitteschön die totale Dunkelheit?

Pflanzlampen mit entsprechenden UV-Licht-Anteilen bieten hier zwar theoretisch eine Lösung, praktisch aber leider nicht. Denn erstens ist das Licht, das sie aussenden, für Bad und WC wenig schmeichelhaft, außerdem muss man die Lampen wirklich direkt über die Pflanze hängen und viele Stunden pro Tag brennen lassen. Fazit: keine Lösung!

Also: Variante 1 - Kunstblumen (manchmal praktisch), die wirklich schönen sind aber sehr teuer, dafür halten sie lange

Variante 2: Meine Deko-Idee für unbelichtete Räume

In einen kleinen Blumentopf stelle ich ein einfaches Glas und schneide beliebige grüne Zweige aus meinem Garten. Was eben gerade so anfällt. Liguster, Berberitze, Buchsbaum - wichtig ist, dass die Zweige kleine, eher feste Blätter haben.


Hier habe ich Eukalyptus verwendet, der duftet auch nocht gut.

Der Eukalyptus wächst neben der Terrasse - um Stechmücken zu vertreiben.

Ein großer Zweig genügt für einen kleinen Blumentopf.

Ich mag die blaugrünen Blätter und den dezenten Duft.

Die einzelnen Zweige werden etwa gleich lang geschnitten.

Danach entfernt man die Blätter an den Stielen.

Das ist wichtig, da die Blätter in der Vase sonst faulen.

Die Zweige werden so im Glas arrangiert, dass sie wie eine natürlich gewachsene Grünpflanze aussehen.

Zuerst sucht man einen passenden Übertopf. Dieser Topf ist Cotto, aber innen glasiert und damit wasserdicht.
In den Topf stellt man ein passendes Glas und füllt es mit Wasser.

Die Zweige werden einfach in das Glas gesteckt.

Das Arrangement kann ruhig unregelmäßig sein, dann sieht es aus wie natürlich gewachsen.

Wichtig ist, dass man auch von oben das Glas nicht mehr sieht. Zweige also dicht stecken.

Täglich frisches Wasser geben, so halten die Zweige rund eine Woche. Danach schneide ich eben neue, beim regelmäßigen Pflanzenschnitt im Garten fällt immer etwas ab.

Fertig ist die "Grünpflanze" fürs WC und passt sich dem Ambiente perfekt an.

Toll sehen auch feste Ziergräser aus, die rund um den Teich wachsen. Dafür verwende ich ein hohes Gefäß. Wobei hier der Effekt der natürlich gewachsenen Grünpflanze wegfällt.

Blumenarrangements oder Blumensträuße sind für unbelichtete Räume auf Dauer leider nicht geeignet, sie brauchen auch in der Vase natürliches Licht. Aber sie sind ein schöner Blickfang für besondere Anlässe, beispielsweise wenn man Gäste erwartet.

Viel Spaß beim Dekorieren!

Marie

Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil. Danke an die Veranstalter für die Mühe! Und an meine Leser: schaut vorbei, dort findet man sooooo viele schöne Ideen und tolle neue Blogs.

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Fensterbretter selbst machen

Wir renovieren ein altes Haus - und es gibt tausend Kleinigkeiten, die noch zu erledingen sind. Ein offener Punkt sind die Fensterbänke in den Innenräumen.

Seit längerer Zeit halte ich nach einer kostengünstigen und schönen Lösung Ausschau. Folgende Punkte sollte meine Traumfensterbank erfüllen:

* sie muss kostengünstig sein, es sind schließlich mehr als 15 Fensterbänke
* sie soll relativ dünn sein (maximal 2 cm) und keinen gebogenen Rand haben
* sie soll leicht anpassbar sein, unsere Fenster sitzen nicht rechtwinkelig in der Laibung
* sie soll reinweiß sein und zu den weißen Füllungstüren und Fussleisten passen
* sie soll nicht kalt sein
* sie soll pflegeleicht sein

Uff, ganz schön viele Anforderungen.

Leider habe ich bisher kein Standardprodukt gefunden, das auch nur einen Teil der Wünsche erfüllen kann. Vor allem unsere windschiefen Laibungen sind ein Problem. Hier geht es nur nach Maß - und das wird teuer.

Nun - ich werde die Fensterbänke selbst bauen. Je nach Länge kostet so ein Fensterbrett dann 4 bis 10 Euro. Passt.

Was ich dazu brauche:
* ein Holzbrett aus dem Baumarkt
* eine Stichsäge
* einen Dreikantschleifer
* weißen Lack

In jedem Baumarkt gibt es gehobelte und zugerichtete Holzbretter in den Abmessungen 20 x 80 cm oder 20 x 100 cm, jeweils 18 mm stark. Ein perfektes Ausgangsmaterial. Kosten für ein Brett ca. 3 Euro.

Meine Fensterbänke sollen 5 cm in den Raum stehen und ca 1,5 bis 2 cm links und rechts über die Laibung ragen. Zuerst wird die Laibung also ganz genau ausgemessen.

Die Maße werden auf das Holzbrett übertragen und mit der Stichsäge wird die Form ausgeschnitten.

Mit dem Dreikantschleifer werden alle Kanten ganz leicht mit 45° abgefast. Wirklich nur 1 bis 2 mm. Das sieht gut aus und die Kante bricht nicht.

Danach wird lackiert.

Die Fensterbretter baue ich auf unterschiedliche Weise ein. Einfachste Lösung: von unten zwei Schrauben etwas in das Brett hineinschrauben und in ein Mörtelbett auf die Fensterbank setzen. Mit der Wasserwaage exakt einrichten. Gut trocknen lassen - hält garantiert. Die Fugen werden dann nachträglich mit Spachtelmasse verschlossen und mit Wandfarbe gestrichen.
Bei manchen Fensterbänken ist eine zusätzliche Dämmung zum Fensterrahmen notwendig, vor allem, wenn das Fenster älter ist oder nicht wirklich ordentlich und dicht eingebaut wurde. Dann kann man einen dünnen Streifen Bauschaum auf das Rohparapet sprühen und das Fensterbrett sofort hineinsetzen. Auch das hält nach der Aushärtung gut, wenngleich ich kein Freund von Bauschaum bin. Besser wäre es, das Fenster vorher mit Kompriband abzudichten und dann die Mörtelvariante zu wählen. Geht halt leider konstruktionsbedingt nicht immer.

Einschub: das Wichtigste, wirklich das Wichtigste sind dicht und sauber eingebaute Fenster. Außen muss der Einbau winddicht und schlagregendicht, aber diffusionsoffen sein, damit eventuell eingedrungene Feuchtigkeit wieder hinausdiffundieren kann. Innen muss das Fenster aber absolut dampfdicht eingebaut sein - sonst sickert die Raum-Luftfeuchtigkeit zwischen Fenster und Wand hinein und verursacht dort die berühmten Schäden: Schimmel, Fäulnis, feuchtes Mauerwerk, etc.

Nach dem Versetzten der Fensterbank werden die Anschlüsse hergestellt - also entweder eine saubere Spachtelkante zum Mauerwerk oder - vor allem im Nassbereich - eine saubere Silikonfuge.

Fertig sind günstige Fensterbretter ohne große Kosten, die sich vor allem in älteren Häusern perfekt dem Bestand anpassen.

Gruß

Marie


Mietwohnungen - so legt man eine Dokumentation an

Wie schon in diesem Post besprochen, ist es bei Mietwohnungen wichtig, eine exakte Dokumentation anzulegen - und zwar beim Einzug UND beim Auszug.

Die Dokumentation beim Einzug dient dazu, den Status festzuhalten, in dem man die Wohnung übernommen hat. Sie stellt Ausstattung und Zustand fest und dokumentiert vor allem Mängel und Schäden.

Die Dokumentation beim Auszug ist wiederum hilfreich, wenn der Vermieter Schäden in Rechnung stellen will, die schon beim Einzug vorhanden  waren oder bei denen es sich um normale Abwohnung handelt.

Generell gilt: bei einer Mietwohnung zahlt man Miete, damit man darin wohnen kann. Und wohnen bedeutet auch, dass Gegenstände und Räume benützt werden. Man darf Bilder aufhängen, Möbel aufstellen, Lampen befestigen und Vorhänge anbringen, im Bad duschen und in der Küche kochen. All dies zählt zur vertragskonformen Nutzung der Wohnung und kann beim Auszug nicht bemängelt werden.

Wenn also beispielsweise der Parkettboden unter einem Regal weniger ausbleicht als der Boden in der Mitte des Zimmers, dann ist das kein Mangel.
Ebenso ist es kein Mangel, wenn man in Wände eine (normale) Anzahl an Löchern bohrt, um Regale zu befestigen. In manchen Mietverträgen ist hier festgehalten, dass diese Bohrlöcher vor dem Auszug  zumindest verspachtelt werden müssen. Manchmal muss man die Wohnung auch frisch ausmalen.

Bei Übernahme einer neuen Wohnung ist klar: die Ausstattung ist neu. Trotzdem darf vom Vermieter nach einer Mietdauer von mehreren Jahren keine neue Wohnung zurückverlangt werden. Abnützungsspuren durch normalen Gebrauch muss er akzeptieren.

Bei Übernahme einer gebrauchten oder sanierungsbedürftigen Wohnung sieht die Sache ganz anders aus. Möglicherweise muss man Schäden oder Einbauten des Vormieters übernehmen, die beim Auszug zum Problem werden können.

Beispiel: der Vormieter hat im Vorzimmer eine abgehängte Decke mit Spots angebracht. Du übernimmst diese Wohnung mit dieser Decke. Beim Auszug kann der Vermieter unter Umständen von DIR verlangen, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen und die Decke zu entfernen.

Wie schützt man sich nun vor solchen Forderungen:

1. Eine exakte Fotodokumentation anlegen.
   * Frontalaufnahme aller Wände - wenn die Wand zu groß ist, in Teilbereichen
   * Aufnahme der Decke von unten - auch eventuell in Teilbereichen
   * Aufnahme des Bodens, der Sesselleisten, der Anschlüsse bei Türen und Materialtrennungen
   * Fotos aller Türen inklusive Beschläge von beiden Seiten
   * Fotos aller Steckdosen, Lichtschalter, Decken- und Wandauslässe
   * Fotos aller Heizkörper, frontal und von der Seite, weiters sämtlicher Regelmechanismen
   * Fotos aller Schäden an Decke, Wand und Boden - Maßband danebenlegen!
   * Fotos aller Einrichtungsgegenstände, innen und außen
   * Fotos der Eingangstüre und der Schlösser, innen und außen
   * Fotos aller Fenster, in offenem und geschlossenen Zustand, weiters aller Griffe

2. Eine Bau- und Ausstattungsbeschreibung anlegen.
Das ist im Grunde ganz einfach, auch wenn es kompliziert klingt. Du machst eine Tabelle für jedes Zimmer, in die alles eingetragen wird. Also Bauteil, Beschreibung, Beschreibung der Mängel

Zimmer: Schlafzimmer
* Boden, Parkett Buche, keine Sesselleisten vorhanden, Abnützungsspuren vor allem im Bereich der Türe
* Wand, Tapeten weiß mit blauen Bordüren, teilweise verfärbt, lösen sich hinter der Türe ab
* Decke, Malerei weiß, Verfärbungen in den Ecken, Malerei löst sich teilweise ab
* Fenster, Kunststoff weiß mit weißen Fensteroliven, Silikonfugen teilweise verfärbt, Fenster 1 lässt sich nicht kippen

und so weiter...
Mach es gründlich und genau und dokumentiere alles mit Fotos.
   
3. Einen Plan und eine Ausstattungsbeschreibung verlangen, die den ursrpünglichen Zustand der Wohnung vor der ersten Vermietung zeigen. Oft weiß man ja gar nicht, welche Veränderungen irgendwann vorgenommen wurden. Sämtliche Ein- und Umbauten, die vom tatsächlichen Zustand abweichen, werden eingetragen und dokumentiert. Weiters ist es hilfreich, schon beim Einzug generell darauf zu bestehen, dass Einbauten und Veränderungen des Vormieters nur unter der Bedingung übernommen werden, dass diese beim Auszug nicht entfernt werden müssen (aber dass man diese eventuell entfernen darf!).

Beispiel:
Du übernimmst eine Wohnung, in der in einem großen Zimmer vom Vormieter eine Trennwand aufgestellt wurde. Beim Auszug könnte der Vermieter verlangen, dass diese entfernt wird - mit allen Konsequenzen, also möglicherweise Verlegung der elektrischen Leitungen, Ergänzung des Bodens etc. Auch dann, wenn dem Vormieter diese Wand genehmigt wurde. Hier ist das Mietrecht, vor allem in Österreich, extrem unfair.
Daher musst du anhand des Plans einmal feststellen, dass diese Wand keine Grundausstattung ist. Dann erklärst du, dass du diese Wand zwar übernimmst, aber beim Auszug nicht rückbauen musst. Und weiters holst du dir, falls gewünscht, auch sofort die Genehmigung, diese Wand entfernen zu dürfen, FALLS sie für dich unbrauchbar ist.

Bei den genauen Formulierungen und bei den Bedingungen (ja, auch Mieter dürfen Bedingungen stellen!), muss dir allerdings ein Fachmann helfen. Vielleicht hast du ja eine Freundin, die Anwältin ist, oder du wendest dich an eine Mieterschutzorganisation. Nur so bist du auf der sicheren Seite.

Alle diese Unterlagen übermittelst du binnen einer Woche dem Vermieter oder der Hausverwaltung mit der Bitte um Kenntnisnahme und Behebung der Mängel, die keine Mietersache sind (zb. ein Fenster, das sich nicht öffnen lässt). Lass dir dafür eine Eingangsbestätigung geben und setzte der Hausverwaltung eine Frist (üblicherweise ein bis vier Wochen, je nach Mangel), in der die Schäden zu beheben sind. Sollte die Hausverwaltung in dieser Zeit nicht reagieren, wende ich an eine Mietervereinigung.

Gleiches gilt auch, wenn während deiner Mietdauer Schäden oder Mängel auftreten, die Sache der Hausverwaltung sind. Mangel und Schaden dokumentieren, die Hausverwaltung höflich zur Beseitigung auffordern und eine Frist setzen.

Es ist extrem lästig im Umzugsstreß auch noch diese Dokumentationen anzulegen. Du wirst es aber nicht bereuen, das verspreche ich dir.

Mit liebem Gruß
Marie

Mietwohnungen - was man beim Einzug beachten muss, damit man beim Auszug nicht viel Geld verliert

Im deutschsprachigen Raum leben - im Gegensatz zu England oder den USA beispielsweise - vor allem im städtischen Raum viele Menschen in Mietwohnungen. Und trotz strenger Richtlinien und den Bemühungen der diversen Konsumentenschutzverbände muss man als Mieter vorsorgen, um im Falle eines Auszugs nicht das Nachsehen zu haben.

Hier meine Tipps, was man beim Einzug unbedingt beachten muss.

1. Zeugen mitnehmen. Wenn man eine Wohnung übergeben bekommt, wird im Normalfall ein Protokoll angefertigt. Da aber die Zeit immer knapp ist und die Vermieter oft wenig Interesse an einer detaillierten Aufstellung der Gegebenheiten haben, sollte man unbedingt mindestens zwei unabhängige Zeugen zur Wohnungsübergabe mitnehmen. Namen, Adresse, Datum und Unterschrift am Protokoll festhalten.

2. Die Übergabe, wenn möglich, elektronisch mitschneiden. Hier ist es wichtig, dass alle Beteiligten darüber informiert werden, dass beispielsweise eine Tonbandaufnahme erfolgt und dieser auch zustimmen. Wenn der Vermieter die Zustimmung dazu verweigert, dann gibt es zumindest Zeugen.

3. Das PROTOKOLL. Groß geschrieben, weil so unheimlich wichtig. Egal, ob der Vermieter selbst ein Protokoll anfertigt oder nicht, du musst dein eigenes führen. Alles, was übergeben und besprochen wird, ist festzuhalten, die Zeugen sollen es unterschreiben, wenn möglich auch der Vermieter. Weigert er sich, was sein gutes Recht ist, so wird auch das schriftlich festgehalten. Vorlagen für Protokolle folgen.

4. Die Dokumentation. Schäden, Mängel, etc., die schon bei der Übergabe ersichtlich sind, müssen sofort im Protokoll festgehalten werden. Sonst kann es leicht passieren, dass diese Schäden dir beim Auszug verrechnet werden. Oft muss man Wohnungen aber übernehmen, ohne dass Strom vorhanden ist und in einem Schnelldurchgang kann man auch nicht alles sehen und festhalten.
Daher muss diese Dokumentation binnen einer Woche von dir erstellt und der Hausverwaltung übermittelt werden. Somit kannst du dich absichern und die Behebung von Mängeln und Schäden, die im Bereich des Vermieters liegen, sofort einfordern.
Diese Dokumentation sollte so genau wie möglich sein und vor allem viele, viele Fotos enthalten. Eine Vorlage für diese Dokumentation folgt demnächst

Wenn du diese zugegebenermaßen langweiligen Schritte befolgst, so wird es beim Auszug viel weniger Probleme geben.

Umgekehrt gelten alle diese Schritte natürlich auch dann, wenn du eine Wohnung vermieten möchtest. Halte den Zustand deiner Immobilie bei der Übergabe akribisch fest (schriftlich und mit Fotos) und nimm Zeugen mit. Somit kann es dann nicht passieren, dass Mieter eine Wohnung verwüsten und nicht dafür zur Rechenschaft gezogen werden können.

Mieten und Vermieten ist immer eine heikle Sache. Je genauer der Zustand der Immobilie bei Übergabe und Rückgabe dokumentiert wird, desto weniger Schwierigkeiten sind zu erwarten - für beide Seiten.

Mit liebem Gruß
Marie